Unser Körper ist jeden Tag den unterschiedlichsten Bakterien, Viren und Keimen ausgesetzt. Das Schutzschild dagegen ist unser Immunsystem. In der kalten Jahreszeit oder während einer Grippewelle steht es ganz besonders unter Strom.
Mit einem starken Immunsystem sind Sie bestens gewappnet, denn Krankheiten können in der Regel nur dann entstehen, wenn das Immunsystem Schwachstellen aufweist. Sie können Ihre Abwehrkräfte selbst gezielt aufbauen und unterstützen.
5 Tipps
Mit diesen fünf außergewöhnlichen Tipps können Sie Ihr Immunsystem schnell und effektiv stärken. Hochwirksame Pflanzen und bewährte Hausmittel bringen Sie gut und widerstandsfähig durch den Winter.
Mögliche „Nebenwirkungen“:
Wohlbefinden, Gesundheit – und eine wunderbar glatte, rosige Haut.
1. Eisen – ein wichtiges Spurenelement
Vor allem Frauen wissen oft gar nicht, dass ihnen Eisen fehlt.
Eine blasse, empfindliche Haut, Haarausfall, Schwindelgefühl, Müdigkeit, häufiges Frieren oder brüchige Fingernägel können Anzeichen eines Eisenmangels sein.
Betroffen sind vor allem Frauen mit starker Monatsblutung, Schwangere, Teenager, Veganer:innen oder Menschen mit Magen‑Darm‑Erkrankungen. Bei entsprechenden Symptomen empfiehlt sich ein Labortest.
Heimische Eisen-Lieferanten
Unter unseren heimischen Gemüsesorten und Pflanzen gibt es sehr gute Eisenquellen, zum Beispiel Rote Bete, Bohnen, Linsen und Kürbiskerne.
Das beste Superfood
Die Brennnessel ist ein echtes Superfood. Sie enthält eine Fülle an Mineralstoffen, Vitaminen und Spurenelementen – darunter eine sehr hohe Konzentration an bioverfügbarem Eisen. Mehr über die Brennnessel, Rezepte und Tipps zum Sammeln finden Sie in einem eigenen Beitrag.
Sicher ist: Die Brennnessel ist ein echter Booster für eine strahlende und gesunde Haut.
Auf jeden Fall kann man sagen, dass die Brennessel ein echter Booster für eine strahlende und gesunde Haut ist.
TIPP:
Die Samen der Brennnessel gibt es kostenlos in Wald und Flur (achten Sie unbedingt auf unbelastete Standorte). Die Samen können Sie prima in ein Joghurt oder Ihr Frühstücksmüsli mischen.

2. Fleissige Mikroorganismen
Das Fermentieren ist eine der ältesten Konservierungsmethoden der Welt. Bereits im 17. Jahrhundert bewahrten Kapitäne ihre Schiffsbesatzung damit vor dem gefürchteten Skorbut.
Keine Sorge: Das schmeckt gut. Es gibt viele moderne Rezeptideen, die zeigen, wie lecker fermentiertes Obst und Gemüse sein kann.
Wie funktioniert das?
Mit Hilfe von fleißigen Mikroorganismen werden Lebensmittel haltbar gemacht. Dabei entstehen als wertvoller Nebeneffekt unter anderem gesunde Milchsäurebakterien. Sie sorgen für den leicht säuerlichen Geschmack und eine gute Bekömmlichkeit.
Was machen die Milchsäurebakterien?
Sie gehören zu den nützlichen Darmbakterien. In einem gesunden Darm leben unzählige dieser kleinen Helfer. Sie unterstützen eine gute Verdauung ohne Bauchweh oder Verstopfung und verhindern gleichzeitig das übermäßige Wachstum von Fäulnisbakterien oder anderen störenden Mikroorganismen, zum Beispiel Candida‑Pilze.
Warum ist das gut für die Haut?
Ein Großteil unseres Immunsystems sitzt im Darm. Laktobakterien und andere Probiotika legen sich wie ein Schutzfilm um die empfindliche Darmbarriere. Die Schleimhaut bleibt intakt, bekommt keine Risse oder „Löcher“ und gerät weniger unter Stress. So kann das Immunsystem ungestört arbeiten, Allergene und Infekte abwehren und erfolgreich gegen Viren und Bakterien vorgehen.

TIPP
Essen Sie möglichst täglich etwas fermentiertes Gemüse oder Obst und achten Sie – gerade im Winter – auf Kosmetik mit gesunden, möglichst hautidentischen Inhaltsstoffen (z.B. Rosel Heim) oder mit Lactobakterien. Diese ergänzen die Hautflora und legen sich wie ein schützender Film auf die Hautoberfläche. Die Haut wird gestärkt, kann sich besser regenerieren und wirkt frisch, vital und gesund – so kommen Sie gut durch die kalte Jahreszeit.
3. Sagenhafte Hühnerbrühe
Ja, Sie lesen richtig: die klassische Hühnerbrühe, die viele schon im Kindesalter bei Infekten bekommen haben.
Auch wenn sie nicht jedermanns Sache ist – Hühnersuppe kann wahre Wunder bei Erkältungen und Infekten bewirken.
Die Suppe spendet Flüssigkeit, Vitamine, Eisen und Zink. Die Aminosäure Cystein unterstützt zusätzlich das Immunsystem, sodass Sie schneller wieder auf die Beine kommen.
Wichtig:
Verwenden Sie Gemüse und Huhn möglichst in echter Bio‑Qualität. Die Suppe sollte schön heiß gegessen werden. Das wärmt von innen, regt die Durchblutung an und unterstützt damit auch Ihr Immunsystem.
Wussten Sie, dass Frauen im alten China nach der Geburt eine lange eingekochte Hühnerbrühe erhielten? Erfahrene Hebammen beobachteten, dass dadurch weniger Frauen an Kindbettfieber starben. Die moderne Forschung hat das Geheimnis entschlüsselt: Aus den Hühnerknochen wird abwehrstärkendes Zink ausgekocht.
Cystein ist auch für die Haut ein Geschenk: Es verleiht Bindegewebe, Haaren und Nägeln mehr Festigkeit und Elastizität. Als Antioxidans beugt es Zellschäden vor und wirkt vorzeitiger Hautalterung entgegen.

4. Quelle der ewigen Jugend
Die besondere Aloe Vera wird seit Jahrtausenden geschätzt, weil ihr perfektes Zusammenspiel an Wirkstoffen sowohl für die Gesundheit als auch für die Schönheit viel bewirken kann.
In manchen Kulturen wird sie aufgrund ihrer vielseitigen Effekte sogar als „Pflanze der Unsterblichkeit“ bezeichnet: Sie wirkt kräftigend, regenerierend, immunstärkend, reinigend und schmerzlindernd.
Aloe Vera unterstützt bei Entzündungen, Allergien und Immunschwäche. Sie lindert Verbrennungen (vor allem Sonnenbrand), Verbrühungen, allergische Reaktionen, Geschwüre und fördert die Regeneration der Haut.
Das Aloe Vera Gel:
Es wirkt kühlend, entzündungshemmend sowie antiseptisch. So hilft es auch bei Pickeln, Abszessen, Ekzemen, Neurodermitis oder Herpes.
Äußerlich angewendet zieht Aloe Vera Gel durch seine besondere Viskosität und Konsistenz vollständig in die Haut ein.
Der Aloe Vera BioUrsaft:
Innerlich angewendet gibt der Aloe Vera BioUrsaft einen besonderen Feuchtigkeitskick. Gleichzeitig stärkt er das Immunsystem und unterstützt die Regeneration der Schleimhäute.So wird Ihr Körpersystem in kurzer Zeit von innen und außen gepflegt, geschützt, regeneriert und gestärkt.
Gut zu wissen:
Die äußere Haut ist das Spiegelbild der inneren Schleimhäute.


5. Der kydonische Apfel
Der Name „Quitte“ geht auf das griechisch‑lateinische Wort „cydonium“ zurück, was so viel bedeutet wie „kydonischer Apfel“. Die Früchte sehen Äpfeln sehr ähnlich und sind mit ihnen verwandt. Ursprünglich stammt die Quitte aus dem Kaukasus, von wo aus die Römer sie nach Europa brachten.
Klassische Zubereitungen sind Quittensaft, Quittengelee, Quittenmus, Quittenbrot, Quittensenf, Quittenlikör oder Quitten aus dem Glas – man kann sie sogar gedämpft im morgendlichen Porridge genießen.
Heilende Anwendungen
Die entzündungshemmenden und schleimlösenden Inhaltsstoffe der Quitte helfen unter anderem bei Verdauungsproblemen, Bronchitis und Husten. Zudem enthalten die Früchte reichlich Vitamin C, Zink und Kalium. Schon Hildegard von Bingen empfahl den Verzehr der Quitten sowohl Kranken als auch Gesunden.
Für heilende Anwendungen eignen sich nicht nur die Früchte, sondern auch Samen und Blätter.
Für die Schönheitspflege:
Auch kosmetisch ist die Quitte sehr vielseitig. So lässt sich zum Beispiel ganz einfach ein Quittenkernschleim herstellen.
Dieser Schleim ist besonders hautverträglich, wirkt kühlend, entzündungshemmend und heilend und besänftigt gereizte Hautpartien. Sie können ihn direkt auf die betroffenen Stellen tupfen oder großzügig als regenerierende Gesichtspackung auftragen.

