Der Löwenzahn
Der Löwenzahn ist – neben der Brennnessel – wohl eines der bekanntesten Wildkräuter. Viele sehen ihn im Garten als lästiges Unkraut, dabei ist er eine unglaublich wertvolle Pflanze.
Vom Herzen der Wurzel bis zur Blüte lässt sich nahezu alles verwenden, und es gibt eine Fülle an Rezepten für kulinarische Leckereien, Pflegeprodukte und Anwendungen für das Wohlbefinden.

Vielseitig einsetzbar
Aus den gelben Blüten lässt sich ein sehr aromatischer Sirup herstellen, die Wurzeln können als Kaffee-Ersatz dienen und die jungen Blätter passen wunderbar in Salate und unterstützen eine leichte Küche.
Auch äußerlich angewendet leisten Löwenzahnblüten Erstaunliches und lassen sich in viele selbstgemachte Hautpflegeprodukte integrieren.
Setzen Sie sich einmal ein paar Minuten in eine Wiese, die sich im Frühjahr in ein grün-gelb getupftes Kleid verwandelt. Beobachten Sie das emsige Treiben der Insekten und lassen Sie die leuchtenden Farben auf sich wirken – oft spürt man schon dabei, wie gut diese Pflanze tut.

Lotion Bars mit Löwenzahn
Ist Ihre Haut trocken und rissig? Löwenzahn kann hier sanft unterstützen.
Eine praktische Alternative zu Salben sind sogenannte Lotion Bars, also feste „Feuchtigkeitspralinen“. Sie schmelzen bei Hautkontakt, lassen sich gut dosieren und sind ideal für Hände, Ellbogen oder trockene Schienbeine.
Der Löwenzahn unterstützt die Hautregeneration und kann begleitend bei beanspruchten Muskeln und Gelenken wohltuend sein.

Rezept für Löwenzahn-Lotion-Bars
Für dieses Rezept verwende ich am liebsten die frischen, gelben Löwenzahnblüten. Die Lotion Bars heben die Stimmung allein schon durch ihre Farbe – und sind gleichzeitig eine Wohltat für die Haut. Sie eignen sich auch wunderbar für kleine Massagen.
Zutaten
- 30 g Löwenzahnöl (selbstgemacht)
- 25–33 g Bienenwachs (je nach gewünschter Festigkeit)
- 30 g Sheabutter
- optional: einige Tropfen ätherisches Öl nach Wahl
Varianten:
Statt Sheabutter können Sie Kakaobutter verwenden, und als Bienenwachs-Ersatz eignet sich z. B. Carnaubawachs. Bedenken Sie, dass unterschiedliche Wachse unterschiedliche Schmelzpunkte und Festigkeiten haben.
Zubereitung
- Alle Zutaten in ein hitzebeständiges Glas geben (z. B. ein hohes Schraubglas).
- Das Glas im Wasserbad langsam erwärmen, bis alles geschmolzen ist. Das Wasser sollte nicht kochen, damit die wertvollen Inhaltsstoffe erhalten bleiben.
- Die flüssige Masse mit einem Holz- oder Glasstäbchen gründlich verrühren.
- Nach Wunsch einige Tropfen ätherisches Öl einrühren (darf die Haut nicht reizen).
- Die Masse in vorbereitete Förmchen füllen – gut eignen sich Eiswürfelformen, Silikon-Pralinenformen oder kleine Muffinförmchen.
- Wer mag, streut vor dem Einfüllen ein paar getrocknete Löwenzahnblütenblätter in die Förmchen – das sieht später sehr dekorativ aus.
- Die Lotion Bars zunächst bei Raumtemperatur fest werden lassen und anschließend noch etwa einen Tag im Kühlschrank vollständig aushärten lassen.
Wenn Ihnen die Konsistenz nach dem ersten Aushärten noch nicht zusagt, können Sie die Bars einfach erneut im Wasserbad schmelzen und mit etwas mehr Bienenwachs (für fester) oder mehr Öl/Butter (für weicher) anpassen.
Zum Verschenken eignen sich kleine Metalldöschen oder selbstgefaltete Tütchen aus Backpapier – so bleiben die Lotion Bars gut geschützt und sehen gleichzeitig hübsch aus.

Text und Fotografien: Daniele Lindenschmid